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Banknote Ethics Initiative (BnEI): Code of Ethical Business Practice

Corporate Social Responsibility verfolgt unterschiedlichste Zielsetzungen. Ein zentraler Aspekt für international tätige Unternehmen mit Regierungen oder regierungsnahen Organisationen als Kunden ist die Bekämpfung von Bestechung und Korruption. Gerade im Banknotendruck sind hier systemische Risiken zu beachten. Hierzu zählen eine kleine Anzahl an Anbietern, internationale Kunden, direkter oder indirekter Zugang zu Regierungsvertretern sowie ein qualitativ wertvolles Produkt.

Diesem wichtigen Thema widmet sich die Banknote Ethics Initiative (BnEI). Die BnEI wurde 2013 als Non-Profit-Organisation in Brüssel gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Vertretern der Industrie Bestechung und Korruption zu bekämpfen. BnEI hat hierfür verbindliche Regeln und Anforderungen definiert, die durch unabhängige Audit-Organisationen geprüft werden können - allem voran den BnEI Code of Ethical Business Practices. Akkreditierte Mitglieder der BnEI unterliegen entsprechenden regelmässigen unabhängigen Kontrollen. Diese Kontrollen überprüfen die Funktionalität und Effektivität interner Prozesse zur Vermeidung von Bestechung und Korruption. Heute zählen 40 Zentralbanken zu den Unterstützern der Initiative, die per dato 13 Mitglieder zählt - Tendenz steigend.

Orell Füssli Sicherheitsdruck (OFS) trat der BnEI 2017 als Mitglied bei. Nach Abschluss von elf Interviews, Studium von knapp 100 Dokumenten, Reviews aller geltenden Weisungen und dem detaillierten Abgleich mit den BnEI-Anforderungen erhielt Orell Füssli Sicherheitsdruck die angestrebte Akkreditierung. Hier zeichnete sich die lange Tradition von Orell Füssli bezüglich bewusster und nachhaltiger Unternehmensführung aus: Ein Grossteil der geforderten Kontrollen und Rahmen­bedingungen waren bereits implementiert. Die daraus resultierende Transparenz in den Geschäftsprozessen erleichterte den nun geforderten externen Nachweis massgeblich.

Die BnEI wird durch die Mitglieder stetig weiterentwickelt. Aber auch der Markt entwickelt sich: Die Anzahl der internationalen Aufträge, die über Ausschreibungen vergeben werden und somit Kontrollen und Transparenz unterliegen, überwiegt im Vergleich mit den schwerer zu überwachenden Direktvergaben.